Ein Screenshot des Windows 8 Explorers, der dem IT-Blog Within Windows zugespielt wurde, bringt es an den Tag: Der Explorer bekommt statt eines traditionellen Menüs eine Ribbon-Oberfläche. Hierbei werden Funktionsgruppen unter einem Oberbegriff geordnet. Nutzer von Microsoft Office 2007 und 2010 kennen das Ribbons-Prinzip bereits von den Programmen der Office-Suite.
Noch ist die Bedienoberfläche, die auf den Screenshots zu sehen ist, nicht fertig. Die Ribbon Tabs sind bisher noch Platzhalter, aber man bekommt zumindest einen Eindruck davon, wie der Explorer zukünftig aussehen könnte.
Außerdem kann man auf den Screenshots neue Funktionen erkennen. So gibt es beispielsweise einen Web-Sharing-Button. Dieser könnte es laut Aussage von Windows-Experte Lang Zheng ermöglichen, eigene Dateien und Ordner auf dem Rechner mit einer Web-Adresse zu versehen, so dass von anderen Rechnern darauf zugegriffen werden kann. Außerdem soll es eine Sync-Schaltfläche geben, mit der bestimmte Ordner auf mehreren Rechnern synchron gehalten werden können. Bisher ist das nur mit der Zusatzsoftware Windows Live Mesh möglich.
Seit Office 2007 verwendet Microsoft die Ribbon-Oberfläche, mit den nachfolgenden Versionen Office 2010 und Office 2011 hat man nach und nach alle Programme der Office-Suite damit ausgestattet. Paul Thurrott und Rafael Rivera, die Blogger von Within Windows, sind etwas skeptisch was die Ribbon-Oberfläche anbelangt. Sie bringt zwar viele Funktionen mit sich, benötigt ihrer Meinung nach zu viel Platz, vor allem auf Bildschirmen, die zwar recht breit, dafür aber vergleichsweise wenig hoch sind.
Aber noch ist nicht aller Tage Abend. Bis Windows 8 Anfang 2012 auf den Markt kommt, kann sich noch vieles ändern. Diese Informationen sind ohnehin mit Vorsicht zu genießen, da es sich hierbei um unbestätigte Informationen handelt. Außerdem ist fraglich, ob Microsoft an diesem Konzept festhält oder die Funktionsweise noch einmal ändert.
