Autostart bei Windows 10 bearbeiten- Programme hinzufügen, entfernen und verzögern

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Autostart bei Windows 10 bearbeiten- Programme hinzufügen, entfernen und verzögern – Wenn man seinen Laptop oder Computer hochfährt, dann möchte man auch möglichst schnell daran arbeiten können. Es ist sehr mühsam, wenn man ewig warten muss, bis das Gerät einsatzbereit ist. Dauert dieser Vorgang  des Hochfahrens der lange, dann kann das sehr viele Gründe haben. Eventuell ist der Arbeitsspeicher zu voll oder sonstige Programme verlangsamen den Laptop. Auch der Autostart hat hier seine Finger im Spiel. Gibt es viele Programme, die nach dem Hochfahren des Geräts automatisch gestartet werden sollen, dann dauert dies natürlich eine Weile. Der Autostart bei Windows 10 lädt zunächst das Betriebssystem, dann die Dienste in der Aufgabenplanung und dann die Programme aus dem Autostart. Es ist also sinnvoll im Autostart wirklich nur Programme zu haben, die man oft und schnell benötigt. In diesem Artikel wird daher erklärt, wie man den Autostart bearbeitet. Dafür gibt es nämlich verschiedene Wege.

Hinweis: Diese Tipps sind unabhängig vom Endgerät. Egal ob Desktop PC, Surface Tablet oder Notebook – so lange das System mit Windows läuft, kann man diese Anleitung verwenden.

Einfache Wege um Programme aus dem Autostart zu nehmen

Für Windows 10 gibt es natürlich auch immer wieder Updates, die die Benutzung noch besser und einfacher machen sollen. Manchmal sind die Nutzer jedoch mit Updates nicht so zufrieden. So war es auch beim Update auf Windows 10 1709 (Fall Creators Update). Mit diesem Update richtete Windows nämlich ein, dass alle installierten Programme wie zum Beispiel Chrome, die vor dem Herunterfahren nicht geschlossen wurden, automatisch gestartet werden beim Hochfahren. Nutzer waren davon jedoch nicht überzeugt, sodass man ab Windows 10 16299.214 diese Funktion wieder deaktivieren kann. Dafür öffnet man die Einstellungen und wählt “Konten” aus. Unter “Anmeldeoptionen” kann man dann dann bei “Meine Anmeldeinformationen verwenden, um die Geräteeinrichtung nach einem Update oder Neustart automatisch abzuschließen und meine Apps erneut zu öffnen” “Aus” einstellen. Nach einem Neustart des Geräts ist die Änderung gespeichert.

Ist die eben genannte Option deaktiviert, dann ist der einfachste Weg Programme aus dem Autostart zu entfernen der Task Manager. Diesen öffnet man, indem man einen Rechtsklick in die Taskleiste macht und dann “Taskmanager” auswählt. Dort klickt man auf den Reiter “Autostart”. Nun sieht man welche Programme automatisch beim Hochfahren gestartet werden. Sind in dieser Liste Programme, die man eher weniger benötigt, dann kann man diese entfernen. Dafür wählt man das gewünschte Programm aus und klickt dann auf “Deaktivieren”.

Alternativ kann man auch die Einstellungen nutzen, um Programme aus dem Autostart zu entfernen beziehungsweise hinzuzufügen. Dies ist ab Windows 10 1803 möglich. Dafür öffnet man die Einstellungen und wählt “Apps” aus. Auf der linken Seite befindet sich nun die Option “Autostart”. Hier kann man nun den Autostart für einzelne Apps über den Regler mit “Ein” und “Aus” bearbeiten.

Wenn man den Autostart noch intensiver bearbeiten möchte, dann muss man den Autostart-Ordner im System nutzen. Dafür muss man den Ordner “Startup” im System finden. Das System ist der Speicherort im Explorer, der mit “(C:)” gekennzeichnet ist. Auf dem Gerät können sich zwei Autostart-Ordner befinden, die entweder für das gesamte Gerät oder nur spezifische Nutzer sind. Damit man nicht lange durch alle Ordner klicken muss, kann man kurze Suchbefehle nutzen, die direkt den richtigen Ordner öffnen. Dafür drückt man gleichzeitig die Windows-Taste und R. Im Fenster, welches sich nun öffnet, gibt man den Code “shell:startup” ein, um den kontobezogenen Ordner zu finden. Über den Befehl “shell:Common Startup” öffnet sich der andere Ordner. Einige Programme lassen sich jedoch nicht über diesen Ordner dem Autostart hinzufügen. Für diese Programme muss man dann die Registry oder die Aufgabenplanung nutzen.

Autostart über die Registry bearbeiten

Nun geht es um die Registry, mit der man auch Autostart-Einträge bearbeiten kann. Um die Registry zu öffnen hält man die Windows-Taste und R gedrückt und nutzt den Befehl “regedit”. Möchte man die Programme bearbeiten, die nur für einen Nutzer auf dem Gerät installiert sind, dann klickt man auf “HKEY_CORRENT_USER” und dort auf “Software”. In diesen Unterordnern sucht man dann “Microsoft” und anschließend “Windows”. Unter “CurrentVersion” findet man den Zielordner “Run”. Für systemweite Programme nutzt man den folgenden Pfad “HKEY_LOCAL_MACHINESOFTWAREMicrosoftWindowsCurrentVersionRun” oder “HKEY_LOCAL_MACHINESOFTWAREWow6432NodeMicrosoftWindowsCurrentVersionRun”. Letzteres nutzt man, wenn es sich um 32 Bit Programme unter Windows x64 handelt.

Nun kann man in der Registry Programme zum Autostart hinzufügen oder entfernen. Zum Entfernen wählt man das entsprechende Programm über einen Rechtsklick aus und wählt “Löschen” aus. Möchte man ein Programm hinzufügen, dann macht man einen Klick mit der rechten Maustaste ins Fenster und wählt “Neu” und “Zeichenfolge” aus. Nun kann man den Namen des Programms eingeben. Dann macht man einen Doppelklick auf Namen und kann den Pfad zum Programm hinzufügen.

Außerdem kann man in der Registry auch bearbeiten, wie schnell die Programme geladen werden. Normalerweise ist es bei Windows üblich, dass zunächst das Betriebssystem geladen wird und dann erst etwas verzögert die Programme aus dem Autostart. Möchte man jedoch, dass diese ebenfalls sofort geladen werden, dann kann man folgenden Pfad “HKEY_CURRENT_USERSoftwareMicrosoftWindowsCurrentVersionExplorerSerialize” nutzen. Sollte der letzte Ordner “Serialize” nicht vorhanden sein, dann erstellt man einen Ordner mit diesem Namen über “Neu” und “Schlüssel”. Nun macht man einen Klick mit der rechten Maustaste in das rechte Feld des Fensters. Dort wählt man “Neu” und “DWORD-Wert (32Bit) aus. Nun gibt man diesem den Namen “StartupDelayInMSec” und stellt den Wert auf “0”.

Programme verzögert starten lassen

Eine weitere Möglichkeit den Autostart zu bearbeiten ist die Reihenfolge der Programme zu ändern. Dabei verzögert man die Zeit des Autostarts je nach Programm, sodass eine Reihenfolge entsteht. Dazu nutzt man eine vbs-Datei. VBS steht für “Visual Basic Script” und meint eine Skriptsprache von Windows.

Dazu macht man einen Klick mit der rechten Maustaste auf den Desktop und wählt “Neu” und “Textdokument” aus. Der Inhalt dieses Textdokuments muss dann wie folgt aussehen:

  • In der ersten Zeile steht: Set WSHShell = WScript.CreateObject(“WScript.Shell”)
  • In die zweite Zeile kommt: WScript.Sleep 1000
  • In der dritten Zeile steht dann das Programm: WSHShell.Run “C:Windowswrite.exe

Die Zahl in der zweiten Zeile steht für die Zeit der Verzögerung. Die 1000 steht hier für eine Sekunde. Möchte man das Programm also mit einer Verzögerung von einer Minute starten lassen, dann schreibt man anstatt der 1000 eine 60000 an diese Stelle. In der dritten Zeile steht zwischen den Anführungszeichen der Pfadname des Programms. Hier muss man natürlich den für das eigene Programm relevanten Pfad eingeben. Enthält der Pfad Leerzeichen, dann muss man ihn in die entsprechende Anzahl an Anführungszeichen setzen. Ist die Datei fertig, dann speichert man diese. Nun muss man die Datei in vbs umwandeln. Dafür benennt man die Datei in das entsprechende Programm um und ersetzt dabei das “.txt” durch “.vbs”.

Nun muss man das Programm noch zum Autostart hinzufügen. Dafür drückt man die Tastenkombination R und Windows-Taste und nutzt den Befehl “shell:startup”. Die neue Datei kopiert man nun in den Autostartordner.

Video: Windows Autostart – Programme abschalten

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